Ratschläge für Eltern

Schlafstörungen  sind im Einschulalter öfters ein Problem und können eng mit Leistungs- und Verhaltensschwierigkeiten zusammenhängen. Sie erhöhen das Risiko für Tagesmüdigkeit, und es ist mit einer vermehrten psychischen Auffälligkeit zu rechnen.

 

Hyperaktivität, Verhaltensauffälligkeiten und emotionale Belastungen (vor allem auch mit Gleichaltrigen) kommen bei den Kindern am häufigsten vor.

 

Insbesondere Licht- und Lärmbelästigung wirken sich auf die Einschlafsituation negativ aus, familärer Stress führt ebenfalls zu vermehrten Ein- und Durchschlafproblemen.

 

Diese Aspekte sollten in der Praxis mit Hilfe einer differenzierten Diagnostik, Fragebögen und Sceeningverfahren entsprechend untersucht werden.

Texte noch mit der Hand schreiben – das fragen sich viele Computer-Kids. Sie schreiben nur noch dann selbst mit der Hand, wenn es gar nicht mehr anders geht.

 

Das fördert jedoch eine schlechte Handschrift sowie die Rechtschreibung und das Sprachvermögen.

 

Zum Glück steht das Schreiben noch auf den Lehrplan der Schulen und wird in vielen Bereichen der Gesellschaft als Grundfertigkeit vorausgesetzt.

 

Deshalb: Versuchen Sie, die Lust am Schreiben zu fördern.

 

Machen Sie Schreibspiele, bei denen lustige Sätze und Geschichten entstehen können.

 

Verfassen Sie für Ihr Kind kleine Briefe und Zettel mit Botschaften, wenn Sie vor ihm das Haus verlassen. Wenn möglich – stellen sie Fragen, so dass Ihr Kind etwas darauf antworten muss. Auch ein Tagebuch kann helfen.

Im Kindergarten- und Vorschulalter tritt meist die motorische Hyperaktivität als hervorstehende Symptomatik zu Tage. Das zieht meist eine erhöhte Aktivität mit einer gewissen Unfallgefährdung, geringe Spielintensität sowie eine mangelnde soziale Integrierbarkeit im Kindergarten nach sich. Bereits im Säuglings- und Kleinkindalter ist eine Form von Regulationsstörungen zu erkennen.

 

Bei Bedenken oder Fragen sollten sich die Eltern also spätestens bei der U8/U9-Vorsorgeuntersuchung einen zusätzlichen Beratungstermin bei einem Kinder- und Jugendpsychiater holen. Hier wäre eine zusätzlich neurologische Untersuchung günstig.

 

Eine Überprüfung des Entwicklungsstandes über testpsychologische Methoden sowie die Überprüfung der Intelligenz sind manchmal notwendig um komorbide psychische Störungen durch Eltern und Kindergarten-Erzieher  besser beurteilen zu können.

Unser Max kann sich nichts merken und bringt uns mit seiner Vergesslichkeit an den Rand des Wahnsinns. Einmal lässt er das Hausaufgabenheft liegen, dann den Turnbeutel oder den Schlüssel.

 

Wir sind ratlos.

 

Kinder mit ADS haben ein schlechtes Kurzzeitgedächtnis. Das kann sich jeden Tag zeigen. Das liegt daran, dass jeder Reiz in der Umgebung und plötzlich auftretende Gedanken die Aufmerksamkeit sekundenschnell umlenken. Das Kurzzeitgedächtnis kann also nur wenige Informationen speichern.

 

Aufträge für Erledigungen sollten immer nur einzeln und mit direktem Augenkontakt erteilt werden.

 

Ein großer Familenkalender hilft dem Kind, sich an den (eigenen) Terminen zu orientieren.

 

Das Kurzzeitgedächtnis kann  auch mit dem Lernen von Gedichten unterstützt werden oder dem Merken verschieden Rhythmen durch Klopfen. Wichtig ist, machen Sie es spielerisch mit Ihrem Kind.

Ist die Ausschüttung des Stresshormons Cortisol über mehrere Wochen erhöht, unterdrückt dies die Aktivität von Immunzellen und die Bildung von Antikörpern. Zu hohe Anforderungen mindern die Leistungsfähigkeit. Das ist auf Dauer ungesund.

 

Dauerstress führt dazu, dass weniger Glückshormone ausgeschüttet werden. Das Resultat sind negative Gefühle vor der nächsten Belastungssituation.

 

Auch Denkblockaden können eine Folge von zu hoher Cortisolwerte sein. Die Fähigkeit, komplizierte Aufgaben zu lösen, nimmt somit ab.

 

Die Stressreaktion ist eine Aktivierungsfunktion, sie macht wach, konzentriert und aufmerksam. Der Körper schüttet das Hormon Adrenalin aus, das ihm hilft, bei Gefahr schnell zu reagieren.

 

Nach der Adrenalinausschüttung folgt Cortisol. Kurzfristig macht dieses Hormon den Körper verteidigungs- und kampfbereit. Die Muskeln erhalten mehr Energie. Stress wirkt so leistungssteigernd.

 

Durch die erhöhte Aufmerksamkeit und die leichte Anspannung bleiben Fakten kurz vor der Prüfung besser haften.

 

Stress belastet also nicht nur, der Nervenkitzel kann auch als Ansporn wirken.

Je jünger ihr Kind ist, umso wichtiger ist es, Vorgaben zu machen. Unterscheiden Sie von Anfang an Regeln, die verhandelbar sind, und Regeln, über die Sie grundsätzlich nicht zu diskutieren wünschen. Kinder müssen lernen, dass es Gebote gibt, die einzuhalten sind und keinen Widerspruch dulden. Es ist allerdings nicht einfach, die „richtigen“ Regeln zu finden.

 

Sie sollten ihrem Kind einen Orientierungsrahmen liefern. Die Kinder lernen so auch, dass Regeln eine Verlässlichkeit bietet.

 

„Ich kann mich darauf verlassen, dass mich meine Eltern pünktlich von Kindergarten abholen.“ Wer Regeln kennt und erlebt, dass sie ernst genommen und auch von den Erwachsenen befolgt werden, spart sich wiekehrende Diskussionen.

 

Gerade kleine Kinder orientieren sich sehr stark am Vorbild der Eltern.

Wut und Aggressionen sind manchmal ganz normale Gefühlsäußerungen. Zu ihnen zu stehen und mit ihnen umgehen zu können, will gelernt sein.

 

Wer verspürt sie nicht ab und zu, die Wut über ein Missgeschick oder eine verletzende Äußerung. Wütend zu werden ist ein Zeichen dafür, dass uns etwas nahe geht.

 

Helfen Sie ihrem Kind dabei, seine Wut zu verstehen und konstruktiv mit einer Enttäuschung umzugehen.

 

  1. Körperkontakt suchen – Versuchen Sie, ihr wütendes oder bockiges Kind einfach einmal in den Arm zu nehmen.
  2. Ruhe bewahren – Versuchen Sie, auf Wutausbrüche möglichst ruhig zu reagieren. Lassen Sie sich nicht von lauten Worten verleiten. Zeigen Sie Verständnis und fragen Sie, warum ihr Kind so heftig reagiert.
  3. Die Wut loswerden und schimpfen kann manchmal zu einem lustigen Spiel werden, bei dem es plötzlich lachen muss. Überlegen Sie gemeinsam mit Ihrem Kind Schimpfwörter, etwa „Hopfenhüpfer „ oder normale Wörter wie „Deckel“. Wenn sich wieder jemand ärgert, kann man einfach diese Wörter nennen und dann wird das gar nicht so schlimm.

Oft werden Kinder wütend, weil sie nicht in der Lage sind, sich zu entscheiden.

 

Genau das können sich Eltern nicht vorstellen. Sie treffen von morgens bis abends Entscheidungen, ohne sich dessen bewusst zu sein. Erwachsene lassen sich von der Vernunft oder den Lebenserfahrungen leiten.

 

Erst ab einem bestimmten Alter kann ein Kind unterscheiden, was es z.B. im Winter anzieht. Bauen Sie ihrem Kind eine Brücke, legen Sie 2-3 Pullover raus, dann kommt es erst gar nicht auf die Idee ein kurzes T-Shirt anzuziehen.

 

Im Supermarkt werden die Kinder von Reizen überflutet, welcher Joghurt nun wirklich schmeckt und gut ist, kann nicht entschieden werden. Helfen Sie ihrem Kind, zeigen sie ihm nur 2 zur Auswahl.